Wohnformen

Im Haus Erhart in Baden ergänzen sich die Notschlafstelle für kurzfristiges Wohnen und die Notpension für langfristiges Wohnen. Beide Angebote sind nur nachts geöffnet.

Im Haus Erhart

  • kurz- und langfristige Schlafplätze für Menschen ohne Obdach
  • 365 Tage im Jahr von 20.00–09.00 Uhr in Zweierzimmern
  • Eintritt 20.00 bis 23.00 Uhr, danach nur noch für Behörden
  • Warmes Nachtessen
  • Betreuung die ganze Nacht durch


Im Begegnungszentrum HOPE an der Stadtturmstrasse 16, Baden:

  • Frühstück und Mittagessen nach Bedarf
  • Punktuelle Tagesstruktur nach Bedarf und Wunsch
  • Sozialberatung
  • Abgabe von Medikamenten und Taschengeld

Notschlafstelle

Notschlafstelle
Die Notschlafstelle vom Verein Notschlafstelle Aargau bietet 6 Plätze für obdachlose und mittellose Menschen. Die Aufnahme erfolgt sofort und unbürokratisch. Bei Bedarf kann dieses Angebot für bis zu zwei Monate genutzt werden. Nach 7 Tagen wird eine Abklärung durch die Sozialberatung HOPE verlangt. Ziel ist, dass die Betroffenen eine sichere und menschenwürdige Unterkunft haben, die die Grundbedürfnisse für kurze Zeit abdeckt. Nutzer Betroffene sind meist Menschen, die aus einer Krisensituation heraus einen Schlafplatz benötigen. Das kann eine Opfer-Täter- Situation sein, ein Rauswurf aus einer Klinik oder Therapie, ein finanzielles Grounding von Wirtschaftsflüchtlingen, ein psychischer Absturz, ein Rückfall in Suchtverhalten, mit dem das Umfeld nicht mehr umgehen kann und vieles mehr. Vermehrt kommen Menschen, die ihre Wohnung verlieren und innert nützlicher Frist keine Folgelösung finden.
Wer darf nicht kommen?

  • Menschen, die eine Bedrohung darstellen nehmen wir nicht auf. (Bsp. durch hohen Alkoholkonsum, psychische Erkrankung).
  • Arbeitstätige, die sich ein Hotelzimmer leisten können, sind nicht willkommen.
  • Behinderte oder demente Menschen, die sich verirrt haben, vernetzen wir in ihr geordnetes Umfeld.
  • Kinder und Jugendliche beherbergen wir nur in Begleitung eines Elternteiles.
  • Hunde sind nur erlaubt, wenn sie im Keller in der Box übernachten oder wenn der Zimmernachbar einverstanden ist. Aggressive oder laute Hunde haben keinen Zutritt.
  • Asylsuchende aus dem Asylheim.

Finanzierung

Eine Übernachtung in der Notschlafstelle kostet den Verein Notschlafstelle Aargau Fr. 100.– (Stand 2019). Das Angebot ist durch seine Niederschwelligkeit hoch spendenabhängig. Finanzierung über Spenden und Kostengutscheine von Ämtern, Kirchen, Privaten. Kostengutscheine finden Sie untenstehend zum Ausdrucken. Wir bitten Kirchen und Privatpersonen, die jemanden in die Notschlafstelle schicken, einen Kostengutschein mit einem von ihnen zu bestimmenden Betrag mitzugeben. Wenn er eingelöst wird, stellt der Verein Notschlafstelle entsprechend Rechnung. Bei Ämtern ersucht der Verein anschliessend an die Übernachtung darum, die entstandenen Kosten zu begleichen.

Anschlusslösungen

Ein Sozialarbeiterteam triagiert bei Bedarf die Betroffenen in eine gültige Anschlusslösung. Die erste Möglichkeit ist die Nachtpension, die im gleichen Haus untergebracht ist. Dann gibt es das Übergangswohnheim im HOPE, falls die Menschen fähig und bereit sind, gewisse Strukturen einzuhalten. Betroffene, die keine Hilfe annehmen gehen zurück auf die Strasse. Betreuung HOPE Christliches Sozialwerk hat einen Leistungsauftrag für die Notschlafstelle vom Verein Notschlafstelle Aargau und eine Betriebsbewilligung vom Kanton für die Nachtpension. Ein Zweierteam, bestehend aus einer Fachperson und einer freiwilligen Person, ist während den Öffnungszeiten anwesend.

Tagesstruktur

Im HOPE gibt es verschiedene Orte und Angebote, an denen sich die Menschen aufhalten oder beteiligen dürfen. Es ist aber alles freiwillig. Das Haus Erhart ist tagsüber geschlossen.

Notpension

Notpension
Die Notpension vom Verein HOPE Christliches Sozialwerk bietet 6 Plätze und schliesst mit ihrem Angebot an die Notschlafstelle an. Er ist eine langfristige, sichere, betreute Wohnform nachts für Menschen mit hohem Betreuungsbedarf und geringen Strukturen. Die Langfristigkeit ermöglicht weitere Ziele. Inbegriffen sind drei Mahlzeiten.

Nutzer

Es sind Menschen, die langfristig von Obdachlosigkeit betroffen sind. Sie verlieren immer wieder ihren Wohnplatz, weil sie sich nicht an Strukturen halten können oder wollen. Viele haben psychische Probleme und Suchttendenzen. Im Aargau gibt es kein Wohnheim für Suchtbetroffene ausser bei HOPE, alle anderen Wohnheime sind abstinenzorientiert.

Folgende Personen können das Angebot nicht nutzen

  • Menschen, die eine Bedrohung darstellen z.Bsp. durch hohen Alkoholkonsum, psychische Erkrankung
  • Hunde sind nur erlaubt, wenn sie im Keller in der Box übernachten oder wenn der Zimmernachbar einverstanden ist. Aggressive oder laute Hunde haben keinen Zutritt.
  • Kinder und Jugendliche
  • Menschen ohne Kostenträger
  • Menschen mit IV, die keinen Beistand haben und nicht bereit sind, eine Drittauszahlung zu akzeptieren

Betreuung

Ein Zweierteam, bestehend aus einer Fachperson und einer freiwilligen Person, ist während den Öffnungszeiten anwesend.

Tagesstruktur

Im HOPE gibt es neben dem Essen und der Sozialberatung verschiedene Orte und Angebote, an denen sich die Menschen aufhalten oder beteiligen dürfen. Es ist aber alles freiwillig. Das Haus Erhart ist geschlossen. HOPE gibt auch Medikamente ab und Taschengelder.

Ziele

Obdachlosigkeit ist eine gravierende Form von Armut, die in besonderem Masse zu sozialer Vereinsamung, körperlichem Elend und gesellschaftlichem Ausschluss führt.

Ziele dieser niederschwelligen Wohnform sind

  • Stabilisierung der Gesamtsituation
  • Stabilisierung der medizinischen und/oder psychiatrischen Versorgung
  • Kontrollierte Medikamenteneinnahme
  • Weiterentwicklung der Selbstkompetenzen
  • Ausbau der Kooperationsfähigkeit
  • Aufbau der Teilnahme an Beschäftigungsprogrammen
  • Stabilisierung/Reduktion des Drogenkonsums
  • Weiterentwicklung von Sozialkompetenzen
  • Aufbau der Wohnkompetenz durch Mitarbeit in der Wohngruppe (Ämtli, Wäsche besorgen, Einkaufen, gemeinsames Kochen in der Wohngemeinschaft am Abend)
  • Aktive Freizeitgestaltung
  • Vorbereitung auf nächste Entwicklungsschritte
  • Aufbau von Selbstkompetenzen und Selbstfürsorge
  • Aufbau der Kooperationsfähigkeit

Finanzierung
Obwohl die Notpension tagsüber geschlossen ist, entstehen hohe Betreuungskosten durch die fehlende Fähigkeit der Betroffenen, mit sich und ihrem Umfeld sorgsam umzugehen. Rund 900 Stunden pro Monat werden aufgewendet.

Die Notpension hat die Betriebsbewilligung vom Kanton Aargau, Die Kosten vonFr.102.-/Nacht werden bei IV-Empfängern durch die IV übernommen. Bei den Sozialhilfeempfängern braucht es eine Kostengutsprache für Fr. 70.-/Nacht + 100.- Aufnahmegebühr von der Wohngemeinde. Der Aufenthalt begründet keinen Wohnsitz in Baden.
Infoflyer
Beherbergungsvertrag
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